Die Lesehundstunden sind ein wöchentliches Highlight in unserem Schulalltag! Die Kinder und Schulhund Kegel kennen schon verschiedene Spielvarianten im Unterricht. Hier stelle ich eine Variante des Hund-Intelligenzspiels „Dosen schnuppern“ in Kombination mit dem Anybook Reader vor.

Ziel der Übung:

Die Übung stammt aus der Reihe „Silben lesen und schreiben – mi, ma, me, mo, mu“. Sie zielt auf die Schulung der phonologischen Bewusstheit und auf das automatisierte Silbenlesen der ersten Silben ma, mi, mu, mo und me. Diese bilden im Leselehrgang „ABC der Tiere Kompakt“ die Grundlage für den Schriftspracherwerb.

Vorbereitung:

Bildertafel und Silbenkarten ausdrucken. Bewährt hat es sich, beides mit matten Laminier Folien zu laminieren, da sie weniger spiegeln.

Das tolle Intelligenzspielzeug für Hunde gibt es in einer guten Qualität z.B. hier: Karlie Doggy Brain Train 2in1 Strategiespiel für Hunde.

Als Nächstes die Silbenkarten mit Klettpunkten versehen und auf die Dosen kletten. Nun noch die Sticker für den Anybook Reader besprechen.

Gute Leckerlies für den Hund bereitlegen und mit dem Hund das Kommando „Such“ trainieren. Fertig!

Durchführung:

Die Dosen mit den Silbenkarten in einer Reihe vor die Schüler*innen hinstellen. Leckerlis bereitlegen. Die Schüler*innen haben die Bildertafel und den Anybook Reader vor sich liegen. Es wird ein Wort zu der ersten Silbendose gesucht. Wer die richtige Bildkarte mit der richtigen Silbe am Anfang gefunden hat, darf ein Leckerli für unseren Schulhund Kegel in der Dose verstecken. Eine andere Variante ist es, die Silbendosen unter den Kindern aufzuteilen und nach und nach für Kegel füllen zu lassen.

Sind in allen Dosen Leckerlies versteckt, darf ein/e Schüler*in das Kommando „Such“ geben. Und Kegel endlich alle Dosen umstupsen.

Vielen Kindern im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung fällt es sehr schwer, aus einem Lautstrom den Anlaut bzw. die erste Silbe genau herauszuhören. Mithilfe des Anybook Readers können sie sich die Silbe immer wieder anhören und mit den angebotenen vergleichen. Besonders <u> und <o> sind schwer zu diskriminieren. Doch auch mit  <u> und <i>  haben Schüler*innen aus dem Berliner Raum so ihre Schwierigkeiten. Da hilft ein deutliches und präzises Sprachvorbild sehr, vor allem am Anfang.

Allgemeine Hinweise:

Wir bedanken uns bei Anna Memczak für diese außergewöhnliche Idee für unsere Best Practice. Sie ist Sonderpädagogin einer 1. Klasse an der Havellandschule (Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung).

Bildquelle: METACOM

Download Material